06. Juni 2004, 01:46 Uhr, SigridDes Sommer's heiße LiederHitze lastet brütend schwer
Straßenschluchten, gähnend leer
staubig alle Wege.
Staubig auch der Menschen Seele,
stickige Luft über der Stadt
Blut fließt matt, durch schwere
Glieder.
Der Sommer singt seine
heißen Lieder,
seit Wochen kein Tropfen
kühles Nass
nur verdorrtes, brüchiges Gras.
Die Sonne am stahlblauen Himmel,
lacht Mensch und Tier aus
hält sie gefangen, in verdunkeltem Haus.
Endlich zeigt der Himmel
Erbarmen, Menschen laufen
mit ausgebreiteten Armen
in das Gewitter,
das sich heftig entlädt.
Der Sturm kühlt die verschwitzte Haut,
Regen prasselt hernieder
wäscht den Schweiß von
allen Gliedern.
Blitze machen die Nacht
zum Tag, grollender Donner
dröhnt in den Ohren-
alles Leben wird neu geboren.
Durch die Naturgewalten
taumeln schattenhafte
Gestalten, noch ganz gefesselt
von der Leidenschaft
des Gewitter's Kraft,
kehren sie zurück in ihre Häuser-
in denen noch Hitzeschleier hocken.
Am nächsten Tag wird wieder
die Sonne frohlocken.
Das ist des Sommer's heißes Lied!
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